Shmuel Nelken unterrichtet auf der Schule für Alexander-Technik in Freiburg
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Montag, Februar 16, 2009
Shmuel Nelken unterrichtet auf der Schule für Alexander-Technik in Freiburg




Mehr BIlder vom Workshop auf www.alexander-technik-visuell.de
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Samstag, Februar 14, 2009
Labels Fotografien, Workshop | Freiburg 2009 mit Shmuel Nelken
Bob Britton erklärt die Alexander-Technik während seines Besuches in Berlin
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Mittwoch, Januar 21, 2009
Labels Videos
Giora Pinkas als Gastlehrer auf der Alexander-Technik-Schule Berlin
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Mittwoch, Januar 21, 2009
Labels Alexander-Technik-Schule Berlin | Gastlehrer Giora Pinkas, Fotografien
Matthias Graefen | Ulrich Wirwoll
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Mittwoch, Januar 21, 2009
Labels Alexander-Technik-Schule Berlin, Alexander-Technik-Schule Berlin | Lehrertreffen, Fotografien
Tamara | Micha | Aranka
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Mittwoch, Januar 21, 2009
Labels Alexander-Technik-Schule Berlin, Alexander-Technik-Schule Berlin | Gastlehrerin Aranka Fortwängler, Fotografien
Jörg Aßhoff | Johannes Weber | Ralf Hiemisch
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Mittwoch, Januar 21, 2009
Shmuel Nelken
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Mittwoch, Januar 21, 2009
Labels Fotografien, Workshop | Heidelberg 2008 mit Shmuel Nelken
Hedda Mikausch | Jörg Aßhoff | Aranka Fortwängler
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Mittwoch, Januar 21, 2009
Die Alexander-Technik-Schule Freiburg mit den Gästen aus Berlin
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Mittwoch, Januar 21, 2009
Studie der englischen Universitäten Southampton und Bristol
Eine Studie der englischen Universitäten Southampton und Bristol beweist die hohe und lang anhaltende Wirksamkeit von Alexander-Technik bei Rückenschmerzen.
Nur mehr 3 statt 21 Schmerztage im Monat, eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit und mehr Lebensqualität: Dies ist das Ergebnis einer umfassenden klinischen Studie, die die Wirkung von Alexander-Technik im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungsmethoden untersucht hat. Patienten mit chronischen oder immer wieder auftretenden lumbalen Rückenschmerzen bestätigten die positiven Veränderungen auch noch ein Jahr später.
Die Alexander-Technik wurde vom Australier Frederick Matthias Alexander Ende des 19. Jahrhunderts begründet und fand vor allem in den USA und in England Verbreitung. Sie versteht sich als Lehrmethode zur Veränderung falscher Bewegungsmuster- und Verhaltensmuster, die häufig die Ursache für chronische Beschwerden sind. Der Patient lernt, ungünstige Gewohnheiten abzubauen – zunächst mit Hilfe des Lehrers, später auch ganz selbstständig im Alltag.
Eine große britische Studie, von den Universitäten Southampton und Bristol durchgeführt, bringt nun erstmals auch den wissenschaftlichen Beweis: Alexander-Technik ist ein herausragendes Instrument, um chronische Rückenschmerzen nachhaltig zu lindern. Fast 580 Patienten beteiligten sich an der vergleichenden Studie und wurden nach dem Zufallsprinzip vier Gruppen zugeteilt. Sie erhielten entweder eine übliche allgemeinmedizinische Behandlung (Kontrollgruppe), klassische Massagen, 6 oder 24 Alexander-Technik-Stunden. Jeweils die Hälfte dieser Gruppen absolvierte zudem ein individuelles sportliches Bewegungsprogramm.
Die mit Abstand größte positive Wirkung erzielten die 24 Unterrichtsstunden Alexander-Technik. Die Zahl der monatlichen Schmerztage verringerte sich um 86 Prozent von ursprünglich 21 auf nur 3 Tage (im Gegensatz zu 21 Schmerztagen in der Kontrollgruppe). Das allgemeine Wohlbefinden der Patienten verbesserte sich erheblich. Die Messung nach einem Jahr zeigte darüber hinaus den Langzeiteffekt: Auch dann waren die Patienten noch gleichermaßen schmerzfrei und leistungsfähig. Professor Paul Little, Leiter des Forscherteams, bezeichnet das Ergebnis der Studie als „bedeutenden Fortschritt in der Behandlung chronischer Rückenschmerzen.“
Die Studie im Britisch Medical Journal
Zusammenfassung der Studie auf deutsch :
F.M. Alexander -Technik G.L.A.T. e.V.
Member of the Affiliated Societies
Studie zur Wirksamkeit von Alexander-Technik Unterricht (AT),
klassischer Massage und leichter sportlicher Bewegung bei Patienten
mit chronischen bzw. rezidivierenden Rückenschmerzen.
(Randomised controlled trial of Alexander technique lessons, exercise, and massage (ATEAM) for
chronic and recurrent back pain.)
Prof. Paul Little et al, Primary Medical Care Group, Community Clinical Sciences Division,
University of Southampton
British Medical Journal, 2008 (BMJ 2008;337;a884 doi:10.1136/bmj.a884)
Methode Von Juli 2002 bis Juli 2004 wurde aus 64 allgemeinmedizinischen Praxen im Südwesten
Englands eine Gruppe aus 579 Patienten mit chronischen bzw. rezidivierenden lumbalen
Rückenschmerzen zusammengestellt. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip vier Gruppen zugeteilt:
Kontrollgruppe - übliche allgemeinmedizinische Behandlung (144 TN)
sechs (6) klassische Massage-Einheiten (147 TN)
sechs (6) Alexander-Technik-Stunden (144 TN)
vierundzwanzig (24) Alexander-Technik Stunden (144 TN)
Je die Hälfte dieser vier Gruppen erhielt zusätzlich eine ärztliche Verordnung zu einem
individuellen Bewegungsprogramm1 mit drei Beratungssitzungen bei einer medizinischen
Fachkraft. Somit entstanden acht unterschiedliche Untersuchungsgruppen.
Die Wirkung der untersuchten Methoden wurde primär anhand von zwei Größen verglichen:
1. einem Fragebogen, bestehend aus 28 Fragen zur Erfassung von Tätigkeitseinschränkungen
aufgrund der Rückenschmerzen (Roland-Morris Disability Questionnaire) und
2. der Ermittlung der Anzahl der Schmerztage innerhalb der letzten vier Wochen vor der jeweiligen
Befragung.
Messungen wurden unmittelbar vor der ersten Behandlung, drei Monate und ein Jahr nach Beginn
der Versuchsreihe durchgeführt.
Ergebnisse nach einem Jahr
Keine signifikanten Veränderungen innerhalb der Kontrollgruppe.
24 Unterrichtsstunden Alexander-Technik erzielten die größte positive Wirkung: Nur noch 3
Schmerztage pro Monat (eine Verringerung um 86%) gegenüber 21 Schmerztagen in der
Kontrollgruppe sowie eine Verminderung der Tätigkeitseinschränkungen um 42%.
Das Bewegungsprogramm kombiniert mit 24 Stunden Alexander-Technik brachte keine
Verbesserung der Ergebnisse im Vergleich mit 24 Stunden Alexander-Technik ohne weitere
Maßnahmen.
6 Unterrichtsstunden Alexander-Technik kombiniert mit dem Bewegungsprogramm erzielten
72% der positiven Wirkung, die mit 24 Stunden Alexander-Technik erreicht wurde.
6 Massage-Einheiten kombiniert mit dem Bewegungsprogramm erzielten eine Reduzierung der
Schmerztage um 33%. Eine Verbesserung bei den Tätigkeitseinschränkungen zeigte sich nur bei
der Messung nach drei Monaten, nicht jedoch als Langzeiteffekt bei der Messung nach einem
Jahr.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Unterricht in der Alexander-Methode einen nachhaltigen positiven
Effekt aufzeigt, indem er die Schmerztage pro Monat signifikant verringert und die
Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten erhöht.
„Dies ist ein bedeutender Schritt vorwärts in der Langzeitbehandlung von
Rückenschmerzen. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass die Alexander-Technik
Rückenschmerzen lindern kann. Dem Anschein nach geschieht dies durch eine
Verringerung der Muskelspannung, Stärkung der Aufrichtemuskulatur, verbesserte
Koordination und Beweglichkeit sowie Druckentlastung der Bandscheiben. Für die
Patienten bedeutet es, dass sie in ihren Aktivitäten oder Aufgaben weniger durch
Schmerzen eingeschränkt sind.“
Prof. Paul Little, Universität Southhampton
Leiter des Forscherteams
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Dienstag, Januar 20, 2009
Labels Wissenschaftliche Studien
Bob Britton | T-Rex
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Montag, Januar 19, 2009
Labels Affiliated Societies - Jahrestreffen 2008, Fotografien
Bob Britton | Till Pöhlmann
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Montag, Januar 19, 2009
Labels Affiliated Societies - Jahrestreffen 2008, Fotografien
Jörg Aßhoff | Simon Sütterlin
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Montag, Januar 19, 2009
Labels Affiliated Societies - Jahrestreffen 2008, Fotografien
Matthias Graefen | Jamie McDowell | Irmel Weber
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Montag, Januar 19, 2009
Labels Affiliated Societies - Jahrestreffen 2008, Fotografien
David Page
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Montag, Januar 19, 2009
Labels Affiliated Societies - Jahrestreffen 2008, Fotografien
Alan Mars
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Montag, Januar 19, 2009
Labels Affiliated Societies - Jahrestreffen 2008, Fotografien
Clenn Swift | Lawrence
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Montag, Januar 19, 2009
Labels Affiliated Societies - Jahrestreffen 2008, Fotografien
Artikel über die Alexander-Technik-Schule Berlin im G.L.A.T. Info | Ausgabe Nr. 39
Die Alexander-Technik-Schule Berlin wurde im Frühjahr 2004 gegründet. Die Klasse besteht zur Zeit aus zehn Student/innen unterschiedlicher Nationalität und verschiedenen Alters und ist jetzt in einer schönen, hellen Fabriketage direkt an der Spree, am „Schlesischen Tor“ in Berlin-Kreuzberg untergebracht.
Die Ausbildung umfasst 3,5 Jahre. Der Unterricht findet an 4 Tagen mit 13 Stunden pro Woche, mit Ausnahme der offiziellen Schulferien, durchgängig statt. Auf diese Art wird einerseits Kontinuität gewährleistet, andererseits die einzelne Woche nicht zu stark belastet. Der
Unterricht wird auf Deutsch und auf Englisch gehalten.Zusätzlich treffen wir uns mit anderen Schulen an einem Wochenende im Jahr (bisher mit Walter Tschaikowskis und Ulli Pawlas´ Schule).
Jeder Arbeitstag beinhaltet eine halbe Stunde Theorieunterricht. In dieser Zeit berichten wir aus dem Alltag, sprechen über die Alexander-Technik und arbeiten mit Texten von Alexander sowie mit Sekundärliteratur.
Jeder stellt und misst sich an Fragen wie:
Warum komme ich zur Alexander-Technik? Was interessiert mich daran?
Was ist meine Auffassung und mein persönlicher Ausdruck zu grundsätzlichen Themen wie Gelassenheit, Anspannung, Stress, Schwierigkeiten, Schmerzen, Selbstbeeinflussung?
Wie erlebe ich diese Themen im Alltag und wie denke ich darüber?
Wie spreche ich mit anderen darüber?
Wie kann ich mit mir neu umgehen?
Habe ich eine bewusste Vorgehensweise?
Wir gleichen die individuellen Sichtweisen und das, was wir für die Alexander-Technik halten mit der Beschreibung Alexanders und seiner Schüler ab. Jeder überprüft und erneuert seinen eigenen Standpunkt. Dieses Vorgehen hilft, sich die dichten, komplexen und manchem auch unlebendig vorkommenden Texte und Ideen von F.M.Alexander zu eigen und nutzbar zu machen. Im Laufe der Zeit lernt der Studierende sich mit Hilfe der “Alexander-Technik Sprache” auszudrücken.
Zu der Klärung des eigenen theoretischen Konzeptes kommen die praktischen Erfahrungen dazu:
Der Studierende wird in der Klasse durch die Ausbilder und Lehrer ermuntert und praktisch angeleitet. Die „freie Arbeit“ findet alleine, zu zweit, zu dritt und in der ganzen Gruppe statt. Wir üben uns am Stuhl, am Tisch, mit den Händen an der Stuhllehne und der Wand, mit dem Spiegel - in alltäglichen Positionen und Bewegungen und mit den Händen am Anderen.
Die Studierenden lernen sich neu “einzustellen” (freier, dynamischer, flexibler, offener), und zu erleben. Sie lernen mit ihrer gesamten Arbeitsweise so zu kommunizieren, dass ein Übertragen dieser Eigenschaften auf eine andere Person möglich wird.
Der Student lernt sowohl sich selbst, als auch sein „Gegenüber“ einzuschätzen. Er lernt, zu beobachten, ein Auge für Gewohnheiten zu entwickeln und eine konstruktive Kritik zu geben.
Wenngleich dem Schüler eine ganze Reihe von Lehrern und dadurch Impulsen von außen zur Verfügung stehen, ist er es dennoch alleine, der die inneren Schritte und Entscheidungen fällen muß, die notwendig sind um zu reifen und zu wachsen oder einfach nur „loszulassen“.
Insgesamt bildet sich eine „Alexander-Technik –Position”, die aus dem Studierenden selbst kommt.
Wir ergänzen unsere Arbeit durch Ideen aus anderen Methoden wie z.B. der Feldenkrais-Methode, dem Body Mind Centering, der Arbeit von Heinrich Jacoby/ Elsa Gindler und nutzen auch anatomisches Wissen.
Was mich persönlich an der Alexander-Technik fasziniert ist die Tatsache, daß wir den Alltag, das Selbstverständliche mehr und mehr als etwas Besonderes und Wertzuschätzendes freilegen können. Ich kann lernen, wacher durch das Leben zu gehen. Mich in diesem Sinne immer wieder zu bemühen und neu zu organisieren stärkt etwas in mir. Es entsteht eine neue Zuversicht, eine Hoffnung und eine Art Projektcharakter für das ganze Leben.
Ich freue mich, eine Ausbildung anbieten zu können, in der gelernt wird, gelassen zu sein und Gelassenheit zu vermitteln und diese Fähigkeit später sogar zum Beruf zu machen. Es ist eine Gelegenheit dafür verschiedenste Lehrer zusammenzuführen, von ihnen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen. Es ist wunderbar, Menschen in der Auseinandersetzung mit der Alexander-Technik Jahr für Jahr wachsen zu sehen.
Dies bestärkt mich, mich dafür einzusetzen, das wertvolle Instrument „Alexander-Technik“ zu bewahren, weiterzugeben und als Berufsausübung möglich zu machen.
Die Lehrer/innen der Klasse:
Die Ausbilder und Lehrer der Klasse bilden ein Team. Praktischer und theoretischer Austausch über die Arbeit und die Entwicklungen in der Klasse findet regelmäßig statt und hilft allen.
Die Assistenten in der Klasse sind Petra v.Ondarza, Ulrich Bitter und Ulrich Wirwoll.
Regelmäßige Lehrer in der Klasse und Unterstützer der Schule sind Ralf Hiemisch und Matthias Graefen.
Ich freue mich auch sehr über den Besuch von vielen „freien Lehrern“, die die Klasse besuchten und weiterhin herzlich willkommen sind.
Regelmäßig laden wir Gastlehrer ein.
Bei uns arbeiteten Bob Britton, Shaike und Linda Hermelin und Wilfried Hanefeld.
Dazu werden dieses Jahr Mary Holland, Aranka Fortwängler und Yael Tam kommen.
Wilfried Hanefeld ist der Moderator der Schule.
Jörg Aßhoff, Ausbildungsleiter
Inspiriert worden bin ich durch die Schauspielarbeit von C. Peters und der Schauspiel- und Feldenkrais-Arbeit von H. Klein, der mir auch Heinrich Jacobys und F.M.Alexanders Arbeit nahe gebracht hat. Meine Ausbilder waren Dan Armon und Wilfried Hanefeld. Die Lehrer Shmuel Nelken und Shaike Hermelin hatten und haben großen Einfluß auf mich.
Sehr geholfen hat mir die Aufbau- und Assistenzarbeit in der „Schule für F.M.Alexander-Technik Berlin/ D.Armon“ von 1999-2004.
Ich bat die Assistenten, Lehrer und Studenten etwas zu sich und zur Schule zu schreiben. Hier sind mehrere Berichte:
Was heißt es für die Situation des Ausbildens, nicht „zielfixiert“ zu sein, bzw. „richtig sein“ zu wollen?
Manchmal lernt man von dem, was schief geht oder einem missfällt. Von einem Besuch bei mehreren Schulen während meiner Ausbildung in den 80er Jahren sind mir einige Dinge in Erinnerung geblieben, die ich heute als Resultat von „end-gaining“/ “trying to be right“ deuten würde. Ich hatte damals das Gefühl, in eine sehr eigene, sehr geschlossene Welt einzutreten, mit einer eigenen Sprache und unausgesprochenen Tabus, in der es „Meister“ und devote Schüler gab.
Was da vielleicht ausgeklammert wurde, war die Reibung – die Frage, der Widerspruch, der Zweifel – ohne die es möglicherweise keine persönliche Aneignung geben kann. Wenn wir diese wollen, eine lebendige Auseinandersetzung wollen, hieße das für einen Ausbilder Fragen, Widersprüche, auch Kritik nicht nur zu akzeptieren, sondern willkommen zu heißen, sie „ernst“ zu nehmen in dem Sinne, dass sie zum Anlass werden, einerseits das eigene Tun, die eigene Kommunikation zu überprüfen, zu klären, andererseits die in der Frage/ Widerspruch/ Kritik steckende konstruktive, offene Frage an die A.T. herauszuschälen und so fruchtbar werden zu lassen.
In der Klasse gibt es grundsätzlich immer, ansonsten aber auch in regelmäßigen Abständen eigens Zeit und Raum für die Äußerung ebensolcher Fragen, von denen klar ist, dass sie nicht auf Beleidigung stoßen oder sonstige „Sanktionen“ zur Folge haben werden. Das ist (leider) keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Qualität, die „Arbeit an sich selbst“ erfordert!
Petra von Ondarza, Assistentin
Seit die Berliner Ausbildungsklasse größere Ausmaße angenommen hat, bin ich regelmäßiger Assistent an Jörg Aßhoffs Schule.
Seit unserer Ausbildung in Freiburg verbindet Jörg und mich eine langjährige Freundschaft, die geprägt ist durch intensiven Austausch und Auseinandersetzung über unsere Arbeit. Obwohl es viele Unterschiede in unserer Arbeitsweise gibt, wird sein Schulkonzept von mir in vollem Umfang getragen. Dies schafft Raum für Lernen in einer wertfreien, respektvollen und gelassenen Atmosphäre.
Dass Unterschiedlichkeit letztendlich sehr bereichernd sein kann, erfuhr ich in meiner Ausbildung durch Dan Armon und Wilfried Hanefeld. Noch heute kann ich deutlich die prägenden Aspekte von Dans tiefem philosophischen Verständnis der Alexander-Technik und Wilfrieds pragmatisch leichtem, humorvollen Ansatz wahrnehmen.
Basis meiner Arbeit ist die klare Ausrichtung auf Alexanders Prinzipien „inhibition, non doing and direction“, d.h. klassische „hands on“ Arbeit. Das ständige Zurückkommen zu den Wurzeln der Alexander-Technik schafft für mich ein tieferes Verständnis für die Arbeit am Selbst und so den Ausgangspunkt für bodenständige, praktische Arbeit verbunden mit Eigenverantwortung und Selbstdisziplin.
Die Komplexität der Alexander-Technik zu vermitteln ist ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit.
Gruppenarbeit dient mir als Mittel, die Prinzipien der Alexander-Technik auf andere Weise als in der Einzelarbeit zu erschließen. Durch sie lassen sich Themen wie z.B. Bewusstheit, Wahrnehmung, Klarheit, Präsenz, Kontakt und Raum auf kreative Art erarbeiten und die Arbeit in der Gruppe bietet nicht zuletzt Möglichkeiten lebendiger Auseinandersetzung.
Ständiges Experimentierfeld beinhaltet für mich „Thinking in activity“, das Übertragen des Alexander-Prinzips auf tägliche Aktivitäten, insbesondere das Forschen an Bewegungsqualität.
Sportliche Bewegung (u.a. Laufen, Mountainbiken, Skifahren) ist für mich ein großer Lehrmeister.
Durch Sport erschließt sich mir die Arbeit auf einer anderen Ebene, lässt z.B. erkennen, wie stark die mentale Kraft dieses Prinzips unter körperlicher Anstrengung ist. Durch ihn schaffe ich es immer wieder meine psycho-physische Einheit neu zu empfinden, losgelöst von „Alexander-Gewohnheiten“.
Zu vermitteln wie wertvoll Alexanders Entdeckungen für den Menschen sind, welches Potential in jedem von uns steckt und welchen philosophischen Wert die Alexander-Technik für unseren Alltag haben kann, ist mein Anliegen -mit Humor und Lebendigkeit- wenn es gelingt.
Ulrich Bitter, Assistent
Ich bin Matthias Graefen und seit 3 Jahren Lehrer der Alexander-Technik. Seit gut 2 Jahren besuche ich die Alexander-Technik- Schule Berlin fast täglich. Nachdem ich meine intensive Ausbildungszeit bei Dan Armon und Jörg Aßhoff 2005 beendet hatte fand ich mich gestärkter, ausgerichteter und mit jeder Menge positivem Tatendrang wieder. Ich hatte mit der Alexander-Technik etwas gefunden an dem mein Herz hing und wollte meine Energie so einsetzen, daß ich auch davon leben könne.
Doch der erhoffte Erfolg blieb zunächst aus. Einige wenige Schüler kamen zu den Einzelstunden, doch es wollte sich kein kontinuierlicher Erfolg einstellen. Ich spürte, daß 3-4 Einzelstunden in der Woche nicht genügten, um mich intensiv weiterentwickeln zu können. Ich traf für mich die Entscheidung, jede Möglichkeit auszuschöpfen, weiter in Kontakt mit der Arbeit zu bleiben. Ich besuchte in dieser Zeit das Lehrertreffen bei Uli Wirwoll, das sich mittlerweile seit einigen Jahren fest in Berlin etabliert hat.
Etwa zur selben Zeit eröffnete Jörg Aßhoff seine Schule. Da dieser bereits Assistent in meiner Ausbildungklasse gewesen war, nahm ich die Möglichkeit wahr, ihn regelmäßig zu besuchen, da ich seine Arbeit und die Art wie er die Alexander-Technik vermittelt immer sehr geschätzt hatte. Ich spürte, daß ich mich jeden Tag auf eine tiefe Art mit mir auseinandersetzen wollte und in der Schule war dieser Raum geboten. Ich bemerkte, wie ich weiterhin jeden Tag etwas lernen konnte und wie viel meines Potentials noch ungenutzt war. Die Anregungen, die ich von Jörg in dieser Zeit bekam und sie noch bis zum heutigen Tag bekomme, sind konstruktiv und kreativ und geben hilfreiche Mittel, um nicht zu gewohnheitsmäßig in den Unterrichtssituationen zu agieren. In dieser Phase entdeckte ich Gewohnheiten, die mir in dieser Deutlichkeit während der Ausbildung noch verborgen geblieben waren. So veränderte sich langsam meine Tendenz, zu sehr mit dem Schüler mitgehen zu wollen und dabei meinen Rücken zu verlieren, um nur ein Beispiel zu nennen. Mir eröffnete sich somit ein ganz neues Feld von Bewußtsein, da ich noch mehr lernte, bei mir zu bleiben und aufkommende Gefühle da sein zu lassen und mich nicht in Ausweichbewegungen zu flüchten. Daraus entwickelte sich ein ruhigerer Blick auf die Situation zwischen dem Schüler und mir. Mein Verständnis von "Innehalten" verschob sich in diesem Zusammenhang, denn diese neue Ruhe in mir verhalf feiner hinzusehen und mit mehr Weite Bewegungen zu initiieren, bzw. ungünstige Muster besser zu erkennen und meinen Schülern wirklich neue Erfahrungen zu vermitteln.
Eine große Bedeutung möchte ich den Teepausen in der Schule beimessen. Diese sind zumeist gefüllt mit dem Lesen von Alexandertexten, in erster Linie aus dem "Gebrauch des Selbst". Die Pause bietet sowohl Raum für persönliche, als auch inhaltliche Fragen entlang der Texte. Ich empfinde die Atmosphäre immer als sehr lebendig. Jeder darf sich Raum nehmen, durch Hinterfragen neue Klarheit zu gewinnen. Es wird über die Zeit sehr deutlich, wie die Technik positive Veränderungen jedes Einzelnen mit sich bringt. Ich beobachte, wie Gewohnheiten, die hindern abgelegt werden und sogar Lebensentscheidungen getroffen werden können. Die größte Stärke von Jörg und die des Stils der Schule liegt darin, daß die fundamentalen Mittel unserer Arbeit, nämlich Richtung geben und Innehalten, in einer Weise erarbeitet werden, die dazu führt sich weniger um ein besseres Gefühl zu bemühen, sondern stets in den Moment zu kehren, zu vereinfachen und somit mit sich in Kontakt zu bleiben. Ich erlebe Mut, Kreativität und Freude jedes Einzelnen, sich zu erforschen. Meiner Meinung nach sind dies die Grundpfeiler menschlichen Wachstums, die hier jeden Tag neu gefördert werden.
So blicke ich mit Freude auf das vor uns liegende Jahr, in dem es zahlreiche erfahrene Gastlehrer an der Schule geben wird.
Zu guter Letzt möchte ich noch erwähnen, das die Anzahl meiner Privatschüler so zugenommen hat, daß ich von der Alexander-Technik leben kann.
Matthias Graefen, Lehrer
Wenn ich in morgendlicher Wachheit vor dem Gebäude der Pfuelstrasse Nummer 5 stehe, bedarf es in letzter Distanz nur noch eines zielstrebigen Ganges nach vorne und nach oben um vor einer Berliner Fabriketage namens Corpus kurz zu stoppen und mich meiner Schuhe zu endledigen. Betritt man des Morgens um 9:00 den Raum, der mehr lang als weit ist, stehen zwei Liegen und mehrere Hocker verteilt in ihm. Gewohnheitsgemäß legen Lehrer ihre bezahlten Hände belernend an die Schülerschaft. Es reckten und streckten sich die teilweise knarrenden knöchernen Gerüste der anwesenden Menschen. Hier setzten ein paar Lungenflügel zu morgentlichen Höhenflügen an, während dort ein Schulterblatt in seinem Muskelbett ruhend versinkt. Ein jeder kennt es: der Morgen in einer Schule für F.M. Alexander-Technik.
Beste Grüße
Jonas Bieber, Student
Angekommen
Seitdem ich im November 2007 mit der Alexandertechnik-Ausbildung begonnen habe, macht sich ein Gefühl in mir breit, angekommen zu sein. Als hätte ich etwas gefunden, wonach ich schon lange gesucht habe:
Das unterstützende Miteinander in der Klasse, sanfte Körperarbeit, das Philosophieren in der Frühstückspause, der lebendige Anatomieunterricht, der manchmal spontan während des Vormittags entsteht…
Das alles lässt einen Raum entstehen, der zum Bleiben, zum Wachsen, zum Sein einlädt.
Frauke Ringel, Studentin
Für mich ist diese Schule ein Raum zwischen den Räumen mit einer Zeit zwischen den Zeiten. Ein großer Raum, eine lange Zeit- ein sehr wirklicher Ort.
Jeder ist willkommen und jeder will kommen.
Ich kann mich von innen nach außen und von außen nach innen begeben - meine Wahrnehmung in einer reizberuhigten Zone schulen. Manchmal öffnet sich eine Tür und ich gehe durch die Mitte. Dann kommt mir alles andere wie ein Umweg vor. Manchmal fall ich auf die Nase und kann nichts mehr riechen. Manchmal schüttelt mich ein Lachen und ich hab nichts zu bewachen. Manchmal treff ich meine Liebe und nichts muß ich mehr tun.
Derzeit erlebe ich eine großartige Enttäuschung. Ich folge der Fährte.
Katharina Klitzing, Studentin
Eingestellt von
Ralf Hiemisch
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Montag, Januar 19, 2009
Labels Alexander-Technik-Schule Berlin, Zeitschriftenartikel
Rodrigo Suarez | Daniel Thieme | Ineke de Jongh
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Montag, Januar 19, 2009
Labels Affiliated Societies - Jahrestreffen 2007, Fotografien







































